In diesem Blog geht es um Geistheilung, Bewußtseinstransformation und Spiritualität. Ich möchte theoretische Infos geben und von eigenen Erfahrungen berichten. Alle Rechte für eigene Texte und Bilder liegen bei mir.
Mit der Frage nach der Vereinbarkeit des christlichen Glaubens mit den Selbstheilungskräften hat jemand mein Weblog gefunden.
Für mich gibt es da nur eine und zwar sehr klare und deutliche Antwort. Die ist zwar nicht theologisch begründet und stimmt nicht unbedingt mit dem überein, was von Menschen vertreten wird, die sich streng an der offiziellen Theologie und Dogmatik christlicher Kirchen orientieren, aber es stehen meine eigenen Erfahrungen dahinter und die sind für mich ausschlaggebend.
Meine Antwort lautet: JA, JA und wieder JA!
Für mich war und ist die Geistheilung der entscheidende Schritt zu meiner jetzigen, von Spiritualität geprägten Lebensweise.
Ich möchte nur kurz daran erinnern, dass Jesus selber Heiler war. Wie anders als über die Selbstheilungskräfte hätte er denn heilen sollen? Was bedeutet es, wenn mir die Sünden vergeben werden und ich aufgefordert bin, fortan nicht mehr zu sündigen?
Selbstheilung ist mit Christus sehr wohl vereinbar. Für mich liegt in der Arbeit mit den Selbstheilungskräften die Möglichkeit, mit Gott in Verbindung zu kommen und zwar sehr konkret und sehr deutlich spürbar. Erfahrbare Religion, gelebte Spiritualität, die sich nicht auf theologische Konzepte stützt, sondern unmittelbar am eigenen Körper erlebbar ist.
Jede Erkrankung ist nach meiner Erfahrung ein Symptom dafür, dass etwas in mir in Unordnung geraten ist. Das Symptom fordert mich auf hinzuschauen und das, was in Unordnung geraten ist, wieder in die von Gott gewollte Ordnung zu bringen. Genau da setzt Heilung an. Das System Mensch bekommt den Impuls, von der Unordnung wieder in die Ordnung zu gehen und zwar über die Anregung der Selbstheilungskräfte.
Und die Kirche?
Ja, da gibt es schon Probleme. Erst vor kurzem habe ich eine Äußerung des Sektenbeauftragen der katholischen Kirche für das Erzbistum München/Freising gelesen, in dem er sich ganz klar gegen Bruno Gröning geäußert hat. Ich habe dazu hier geschrieben.
Dennoch: Es gab und gibt Geistliche, die große Heiler sind. Es gab und gibt aber auch Menschen, die keiner Kirche angehören und trotzdem große Heiler/innen sind. Gott fragt nicht nach der Zugehörigkeit zu einer Institution. Das wäre auch sehr merkwürdig, wenn nur der als ein wahrer Heiler zugelassen ist, der einen Zugehörigkeitsnachweis zu einer kirchlichen Institution erbringen kann. Gott fragt einzig und allein nach der Liebe und zwar der bedingungslosen Liebe zu sich selber und zu den Mitmenschen.
Die Kirche oder besser alle religiösen Institutionen haben ein dickes Problem damit, wenn der Mensch in einen direkten Kontakt zu Gott kommt, d.h. die natürliche, von Gott gewollte Spiritualität zu entwickeln und zu leben beginnt.
Leider habe auch ich die Erfahrung gemacht, von Seiten der kirchlichen Vertreter auf Unverständnis, ja sogar Ablehnung zu stoßen, als ich angefangen habe, meinen Weg als Heilerin zu gehen. Ich gebe zu, dass mich das eine gewisse Zeit sehr traurig gemacht hat. Es waren ja immerhin Freundschaften, die mich mit Theologen verbunden hatten und die plötzlich einen sonderbaren Beigeschmack bekommen haben. Ich habe mich da sehr alleine gelassen und auch unverstanden gefühlt. Inzwischen gehe ich meinen Weg in eigener Verantwortung. Ich glaube, nur so kann es funktionieren. Und ich kann jeden verstehen, der einen anderen Weg gehen will und Heilung bzw. Selbstheilung ablehnt.
Für mich persönlich ist es inzwischen wichtig geworden, zwischen Glauben und Kirche als Institution zu unterscheiden. Das war nicht immer so. Zwar kamen mir schon als Kind viele Aussagen der katholischen Kirche - ich bin katholisch erzogen worden - irgendwie komisch vor, aber ich habe durch mein Elternhaus, durch den Religionsunterricht in der Schule und durch Theologen an der Uni durchaus eine Form des katholischen Glaubens kennengelernt, die nicht einengend war. Da hatte ich Glück. Ich kenne viele, spirituell engagierte Menschen, die sehr ungute Erfahrungen gemacht haben. Leider!
Dennoch muss ich sagen, dass die Glaubensaussagen der katholischen Kirche für mich jetzt nicht mehr stimmig sind. Ich habe durch meine Arbeit Erfahrungen machen dürfen, die mit dem offiziellen katholischen Glauben nicht vereinbar sind. Das kirchliche Gottes- und Menschenbild ist nach meiner Erfahrung viel zu eng. Es macht aus dem Menschen, der das Ebenbild Gottes sein soll, ein schuldbeladenes, gebeugtes Etwas, das der Erlösung durch jemanden bedarf, der dazu autorisiert ist. Ehrlich gesagt, da kann ich nicht mehr mit. Das war im übrigen auch ein Gedanke, der mir als Kind schon so seltsam vorgekommen ist.
Auch über die Tatsache, dass die Kirche die Reinkarnation „abgeschafft“ hat – das war im Jahr 553 –, kann ich heute nur den Kopf schütteln. Nun macht es für jemanden wie mich, der täglich in der Arbeit mit mir selber und mit Klienten auf frühere Leben stößt, schlichtweg keinen Sinn zu sagen, dass es Reinkarnation nicht gebe. Da müsste ich meine eigene Erfahrung und letzen Endes mich selber verleugnen. Interessanterweise verschwinden aber Symptome in der Jetzt-Zeit, wenn ich ein Trauma aus einem vergangenen Leben heile. Das nur so am Rande.
Wie soll denn der Mensch sein, den Gott nach seinem Ebenbild geschaffen hat?
Soll er krank und schuldbeladen sein, unfrei und griesgrämig oder sollte er vielmehr gesund, glücklich, frei und selbstbestimmt und voll Freude sein Leben leben?
Ohne Gott geht das nicht. Ja, auch das ist eine sehr klare und deutliche Aussage von mir. Aber es geht anders, als es mir die Kirche nahegelegt hat.
Ich selber bin für mein Leben verantwortlich. Keine Kirche wird für mich eintreten, wenn es um die Verantwortung meines Lebens geht, kein Papst, kein Geistlicher, auch meine Eltern und Freude nicht, kein Staat, keine Gesellschaft usw. Ganz alleine ich selber hafte für mein Leben. Ich selber habe den freien Willen, mich für oder auch gegen Gott zu entscheiden. Und ich erfahre die Konsequenzen, die diese Entscheidung hat am eigenen Leib.
Immer wieder glaubt das EGO, es können ohne Gott auskommen, ein Leben ohne die geistige Welt führen. Und immer wieder fällt es auf die Schnauze, macht eine schmerzhafte Erfahrung nach der anderen und verstrickt sich immer mehr in karmische Verflechtungen.
Karma entsteht, wenn ich mich gegen den Lebensplan, der in Übereinstimmung mit dem göttlichen Plan ist, wende und mein eigenes Ding durchziehen will. Ich kann das, ich darf das, ja, aber ich erfahre die Konsequenzen am eigenen Leib immer wieder und immer wieder. Es sind unzählige, schmerzvolle Leiderfahrungen, die mich schließlich dazu bringen, meinen Lebensplan aus freiem Willen zu verwirklichen. Das ist nach meiner Erfahrung der Auftrag, den wir Menschen auf dieser Welt haben. Nicht mehr und nicht weniger.
Die Gottesferne ist für die Seele wohl die leidvollste Erfahrung, die wir Menschen auf diesem Planeten Erde machen. Schön ist diese Erfahrung ganz und gar nicht. Werde ich mit solchen Leben in meiner Arbeit konfrontiert, dann fühlt sich das dumpf, schwer und unfrei, dunkel und belastet an. Nachdem ich das spüren durfte, konnte ich nachvollziehen, dass man vom geistigen Erwachen spricht. Gottesferne ist in der Tat ein Zustand von Verwirrung und Schläfrigkeit, der einen schlagartig überfällt. In einem solchen Zustand ist keine freie Entscheidung mehr möglich, da bin ich manipulierbar in jeder Richtung. Jedes Machtsystem hat mit mir ein leichtes Spiel und kann mir alles verkaufen, denn ich bin nicht mehr in der Lage zu unterscheiden und zu entscheiden. Ein Zustand, der jedem Machtsystem sehr willkommen sein dürfte!
Es sind die Selbstheilungskräfte, die mich aus dem Zustand der Schläfrigkeit und Verwirrung herausholen, die mich wach rütteln aus dem scheinbar so bequemen Schlaf des EGOs. Dann allerdings bin ich gefordert, mein Tun und Lassen ganz und gar selber zu verantworten und zwar Gott und den Menschen gegenüber zu verantworten. Dass ich dabei nicht alleine bin, sondern die volle Unterstützung aus der geistigen Welt habe, dass ich im wahren Sinne des Wortes begleitet und getragen werde, das darf ich jeden Tag von Neuem erfahren und dafür bin ich sehr, sehr dankbar.
Ich persönlich glaube, dass wir jetzt in einer Zeit leben, wo es dringendst notwendig ist, aus dem bequemen Schlaf aufzuwachen und selber die Verantwortung zu übernehmen. Die weltweiten Machapparate funktionieren hervorragend. Wir werden mit einschläfernden und beruhigenden Nachrichten geradezu vergiftet und spüren nicht, wie viel es geschlagen hat. Auch die Kirchen tragen leider dazu bei, dass wir im Tiefschlaf verharren. Fukushima war ein Versuch, die Menschheit aufzurütteln und zum Umdenken zu bewegen. Aber sind wir wirklich aufgewacht???